Der Schweizer Ski-Verband Swiss-Ski geht in die Offensive: Nach der völlig verkorksten letzten Saison soll ein neues Jugendkonzept den Weg zu früheren Erfolgen im Ski-Rennsport ebnen. In Brig wird daher eine nationale Ski-Akademie entstehen.
Investition in neue Strukturen
Die einstige Ski-Großmacht Schweiz hat bei der letzten Ski-Weltmeisterschaft in Bormio keine einzige Medaille gewinnen können. Daher sehen sich die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen. Denn nicht zuletzt ist der Erfolg der Ski-Asse immer auch ein Zugpferd für den Alpentourismus gewesen. Der sportlichen Misere will der Verband nun mit einem neuen Ausbildungskonzept begegnen. Dabei werden in Brig eine Ski-Akademie und in Engelberg und Davos nationale Leistungszentren entstehen.

Kaum Geld zur Verfügung
Finanziell sind für den Verband aber keine großen Sprünge zu machen. Während Brig mit 300.000 Franken unterstützt wird, müssen die Standorte in Davos und Engelberg ohne Verbandsgeld auskommen. Die Entscheidung zugunsten des Walliser Ortes fiel aufgrund der Zweisprachigkeit und den nahegelegenen Gletschern in Zermatt und Saas Fee. Als Ziel formuliert der Leistungssport-Chef von Swiss-Ski Gian Gilli, dass zehn schweizerische Talente an die Weltspitze herangeführt werden sollen. Als Vorbild dienen die sehr erfolgreichen Österreicher.

Ergebnisse erst in einigen Jahren
Auf positive Ergebnisse, gemessen in Medaillen, muss man dabei aber geduldig warten. Erste Resultate werden erst in einigen Jahren erkennbar sein. In Österreich hat man diese Wartezeit auch hinter sich gebracht: Das dortige Elite-Internat wurde nach der verpatzten Ski-WM 1967 gegründet. Inzwischen sind einige Stars aus dem Skigymnasium hervorgegangen.