Im Prozess um den Unfalltod der französischen Skirennläuferin Regine Cavagnoud vor über drei Jahren wurde das Urteil verkündet. Zwei Mitglieder des damaligen Trainerteams wurden zu je drei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Allerdings sind die Strafen aufgrund einer Amnestie-Regelung juristisch unwirksam. Der Trainer Xavier Fournier und der Starter David Fine müssen laut Urteil zudem jeweils 5.000 Euro Geldstrafe zahlen.

Fehlverhalten lag vor
Die beiden Angeklagten standen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft sah es als erwiesen an, dass ein Fehlverhalten der Beschuldigten vorlag, denn sie hätten das deutsche Team, welches sich die Piste mit der französischen Mannschaft teilte, nicht über den Start Cavagnouds informiert. Die französische Weltmeisterin war daraufhin bei einem Trainingslauf mit dem deutschen Trainer Markus Anwander zusammengeprallt und wurde tödlich verletzt.

Keine Verantwortung für das deutsche Team
Schon vor einiger Zeit hat die österreichische Justiz entschieden, dass dem deutschen Team keine Schuld am Trainingsunfall nachzuweisen sei. Anwander wurde bei dem Unfall schwer verletzt und war für kurze Zeit im Koma. Inzwischen sind seine Verletzungen ausgeheilt und der 43-Jährige arbeitet wieder als Trainer.