Nach dem vor kurzem die Experten bei der FIS-Konferenz in Amsterdam (NL) diverse Änderungen im alpinen Ski-Weltcup beschlossen haben, muss nun an diesem Wochenende der FIS-Vorstand diese Entscheidungen absegnen. Der wichtigste und umstrittenste Punkt dabei ist die Abschaffung des Startnummerntrainings in der Abfahrt.

Start wie im Super-G
Nach nur drei Jahren soll die Abfahrts-Qualifikation schon wieder abgeschafft werden, damit es nicht mehr zum sogenannten 'Wettbremsen' kurz vorm Ziel kommt. Stattdessen soll künftig bei der Abfahrt das gleiche Prozedere wie beim Super-G angewandt werden, bei dem die ersten 30 der Weltrangliste umgedreht und die Top-Fahrer zum Schluss an den Start gehen würden.

ÖSV-Präsident dagegen
Gerade beim Österreichischen Skiverband (ÖSV) ist diese Variante nicht gern gesehen. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel setzt sich vehement für eine andere Lösung ein. Zum Beispiel könnte man laut Schröcksnadel die besten fünf Fahrer die Startnummer wählen lassen und der Rest könnte losen. Mit dem Vorschlag der FIS-Sitzung würde etwa Bode Miller ständig weit hinten starten. Darin sieht Schröcksnadel einen Nachteil für den Sport: "Die Besten werden permanent bestraft und die TV-Zuseher schalten später ein. Es ist Unsinn, sich in der Übertragungszeit selbst zu beschneiden."

Auch Weltcup-Kalender wird abgesegnet
Deutlich weniger brisant ist der Beschluss des Weltcup-Kalenders. Die Saison wird am 22./23. Oktober in Sölden (AUT) eröffnet und sieht zwei Weltcup-Events in Deutschland vor. Die Damen fahren in Ofterschwang, während die Herren in Garmisch an den Start gehen werden. Der Höhepunkt steht dann im Februar mit den Olympischen Spielen in Turin an.