Spannender hätte der alpine Ski-Weltcup nicht enden können. Bis zur letzten Fahrerin war nicht klar, wer den Gesamt-Weltcup gewinnen würde. Doch am Ende triumphierte Anja Pärson, obwohl sie beim Riesenslalom-Finale in Lenzerheide (SUI) ohne Punkte blieb. Den Tagessieg in der Gesamtzeit von 02:20.18 Minuten holte sich Maria Rienda-Contreras aus Spanien. Sie war 30 Hundertstel schneller als Tanja Poutiainen (FIN). Dritte wurde Nicole Hosp (AUT). Martina Ertl (SC Lenggries) kam auf den siebten Rang.

Pärson patzt - Kostelic auch
Vor dem zweiten Durchgang lagen Pärson und ihre ärgste Verfolgerin im Gesamt-Weltcup, Janica Kostelic (CRO), direkt hintereinander. Da Pärson 35 Punkte Vorsprung hatte, musste die Kroatin vor der Schwedin ankommen. Kostelic legte vor, doch sie hatte keine gute Fahrt und fuhr zu der Zeit auf den vierten Rang. Nun musste Pärson eigentlich nur noch gut durchkommen, doch die Schwedin zeigte Nerven und wurde nur 13. Jetzt reichte Kostelic ein siebter Rang, wenn Pärson nicht in die Punkte kommen würde. Eine der vier verbliebenen Fahrerinnen musste also noch patzen, wollte Kostelic den Gesamt-Weltcup gewinnen.

Drei Punkte zu wenig
Doch Nicole Hosp, Tanja Poutiainen und Elisabeth Görgl waren alle schneller als Kostelic. Vor der letzten Läuferin war Anja Pärson schon aus den Punkten. Zu diesem Zeitpunkt war Kostelic die Siegerin im Gesamt-Weltcup. Doch auch die Führende aus dem ersten Durchgang, Maria Rienda-Contreras, hielt dem Druck stand und gewann das Rennen. Damit war Kostelic Achte und am Ende fehlten ihr lediglich drei Punkte zum Gewinn des Gesamt-Weltcups. Rienda-Contreras dagegen feierte ihren zweiten Weltcup-Sieg und bestätigte ihre gute Form der letzten Wochen.

Poutiainen holt Riesenslalom-Weltcup
Tanja Poutiainen gewann durch ihren zweiten Platz den Riesenslalom-Weltcup vor Anja Pärson. Damit sicherte sich die Finnin ihre zweite kleine Kristallkugel nach dem Sieg im Slalom-Weltcup. Eine wahrhaft starke Leistung von Poutiainen.

Ertl mit Laufbestzeit im Finale
Einen versöhnlichen Abschluss der Saison feierte Martina Ertl. Nach einem verpatzten ersten Lauf zeigte sie noch einmal ihre Klasse und legte einen sehr guten zweiten Durchgang hin. Mit Laufbestzeit machte sie noch einen Sprung von Platz 21 auf sieben. Damit war Ertl in allen vier Rennen des Weltcup-Finales unter den besten zehn zu finden.