Der Internationale Skiverband FIS im Dopingfall des österreichischen Skiläufers Hans Knauß das Urteil gesprochen. Dabei wurde dem 34-Jährigen kein vorsätzliches Doping unterstellt, sondern fahrlässiges Verhalten. Knauß wird dafür für 18 Monate gesperrt, beginnend am Tag der positiven A-Probe.

Fahrlässiger Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln
In Oberhofen (SUI) gab der dreiköpfige Anti-Doping-Ausschuss der FIS am Dienstag seine Entscheidung bekannt. Der ÖSV-Fahrer Knauß war am 27. November 2004 positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden. Offenbar konnte Knauß das Gremium davon überzeugen, dass er nicht vorsätzlich leistungsfördernde Substanzen eingenommen hat. Die 18-monatige Sperre liegt etwas unter der Höchststrafe von zwei Jahren. Begründet wurde die Sperre mit dem 'nachlässigem und fahrlässigem' Verhalten des Skisportlers bei dessen Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Knauß plant Berufung gegen das Urteil
Knauß und sein Anwalt Christian Flick begrüßten derweil, dass die Jury nicht von vorsätzlichem Doping ausgegangen sei. Dennoch wollen sie Berufung gegen den Entscheid beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne einlegen. Ziel des Einspruches ist es, die Sperre auf zwölf Monate zu verringern. Dann könnte Hans Knauß bereits zu Beginn der nächsten Saison wieder ins Renngeschehen einsteigen und sich so auch für die Olympischen Spiele 2006 in Turin qualifizieren. Bleibt die Entscheidung bestehen, fällt der Österreicher auch in der nächsten Saison aus. Für diesen Fall kündigte Knauß in der ORF-Kurzsportsendung am Mittwoch sein Karriereende an.