Nach ihrem schwachen Abschneiden beim ersten Super-G der Saison in Lake Louise (Platz 25) meldete sich Alexandra Meissnitzer (AUT) in Altenmarkt/Zauchensee (AUT) zurück. Sie konnte mit einem perfekten Lauf glänzen und gewann in der Zeit von 01:13.04 Minuten vor der Italienerin Lucia Recchia (01:13.32 Min.) und Tina Maze (SLO, 01:13.56 Min.). Beste DSV-Athletin war am Ende Hilde Gerg auf dem zehnten Rang.

Meissnitzer obenauf
Auf der sehr schweren Strecke in Altenmarkt/Zauchensee verbuchte Meissnitzer ihren 13. Weltcupsieg und feierte zudem noch ihren ersten Sieg auf heimischem Terrain. In den Jahren zuvor verkrampfte sie immer zu Hause und konnte nicht überzeugen. Ganz anders heute, als sie besonders im schweren Mittelteil optimal fuhr und damit den Sieg davontrug.

Gerg in den Top 10
Hilde Gerg war am Ende beste Deutsche auf dem zehnten Rang. Sie hatte in ihrem Lauf einige kleinere Fehler, die sich in der Zeit niederschlugen. Im Ziel lag sie mehr als eine Sekunde hinter der Siegerin. Ebenfalls in den Punkten war Petra Haltmayr als 21. Regina Häusl verzichtete auf einen Start und die beiden Nachwuchsfahrerinnen Ellen Hild (Platz 42) sowie Stefanie Stemmer (disqualifiziert) konnten keine Weltcup-Punkte sammeln.

Viele Ausfälle
Das Rennen war gekennzeichnet von vielen Ausfällen. So erwischte es neben Martina Ertl und Isabelle Huber (beide Deutschland) auch Renate Götschl (AUT), die nach einem Schlag nicht mehr korrigieren konnte und ausschied. Ertl lag bis zur Zwischenzeit glänzend im Rennen, schied dann aber bei der Einfahrt in den Zielhang aus. Somit war der Weg frei für andere Athletinnen, wie zum Beispiel Lucia Recchia (ITA), die den ersten Podestplatz ihrer Karriere einfuhr. Für eine Überraschung sorgte auch Tina Maze (SLO), die mit der hohen Startnummer 64 auf den dritten Rang fuhr.

Stimmen:
Hilde Gerg: "Im Mittelteil bin ich eine sichere Linie gefahren und war grundsätzlich viel zu brav. Da hat dann auch meine taktische Erfahrung nicht mehr weitergeholfen. Hinsichtlich der Super-G-Wertung ist das nicht so tragisch, denn im Vergleich zu den anderen Favoritinnen habe ich noch ein relativ gutes Ergebnis eingefahren."

DSV-Cheftrainer Wolfgang Maier: "Das wir heute nicht ganz vorne mitgefahren sind, kann passieren. Nächste Woche kommen aber schon die nächsten Speed-Wettbewerbe. Da können wir uns wieder steigern. Hilde hat heute nicht die richtige Mischung gefunden. Sie ist zu vorsichtig gefahren. Martina und Petra waren bis zur Zwischenzeit sehr gut platziert. Dass Martina ausgeschieden ist, kann passieren. Sie geht immer volles Risiko. Petra hatte im unteren Streckenteil einen Fehler, da hat sie Zeit liegen gelassen. Für den Slalom am Sonntag erwarte ich zwei unserer Fahrerinnen unter den Top Ten oder sogar eine unter den besten fünf."