Nach nun drei Lehrgängen auf dem Pitztaler Gletscher fand sich das Deutsche Paralympics Skiteam alpin diesmal in Obertauern wieder zusammen. An den ersten zwei Tagen trainierte das Team Super-G. Aufgrund des aufkommenden starken Windes, der die Athleten in einem der Gleitstücke fast zum Stehen brachte, entschieden sich die Trainer Klaus Folger und Jan Smejkal auf Slalom umzusteigen.

Martin Braxenthaler wieder dabei
Erfreulich war zu vermelden, dass Martin Braxenthaler, neben Gerd Schönfelder der Leistungsträger der Mannschaft, wieder beim Training teilnehmen konnte. Auch für ihn war es wichtig wieder auf Schnee zu trainieren. Im besonderen Hinblick auf die nächstes Wochenende stattfindenden ersten Europacup-Rennen auf dem Pitztaler Gletscher, die gleichzeitig als Deutsche Meisterschaften ausgeschrieben sind. Neu im Team wurde auch Sepp Ettenhuber begrüßt, der nun als Trainer die Mannschaft unterstützen wird. Er begleitet das Team schon seit der letzten Saison sportwissenschaftlich zusammen mit Dr. Peter Spitzenpfeil und Nicola Rienäcker von der TU München.

Mit Videoanalysen gearbeitet
Wie bereits bei den vorangegangenen Lehrgängen wurden Videoanalysen gemacht. Besonders profitieren konnten diesmal die Mitglieder des Junioren-Skiteams Theresa Kempfle, Simon Voit und Dominik Feil von den Wissenschaftlern der TU München, da auch bei ihnen Druckmessungen im Skischuh durchgeführt wurden.

Finanzielle Unterstützung durch die Schneeforscher
1980 gründete der Bürgermeister von Untertauern, Dieter Kindl sowie prominente Sportler, wie Uwe Seeler, Franz Beckenbauer oder Willi Holdorf den Verein 'Schneeforscher'. Da die Herrschaften zur selben Zeit wie das Team in Obertauern weilte, konnte durch Klaus Folger, Gerd Schönfelder und Dieter Kindl ein Treffen organisiert werden, dessen Ausgang sehr erfreulich für das Skiteam endete. Dieser Verein sowie die Schweizer Großbank UBS werden das Team finanziell unterstützen. Außerdem wird der Mannschaft für zwei Jahre ein Bus zur Verfügung gestellt, der vom ehemaligen Bundesligaspieler und ebenfalls Mitglied der Schneeforscher, Axel Lange, gesponsort wurde. Diese Kunde wurde von der Mannschaft freudig vernommen, da es doch allgemein sehr schwierig ist, ganz besonders im Behindertensport, Sponsoren zu finden.