Mit einer Riesenüberraschung endete der zweite Super-G der Saison in Beaver Creek (USA). Stephan Görgl nutzte seine günstige Startnummer und siegte in der Zeit von 01:13.40 Minuten vor Bode Miller (USA, 01:13.64 Min.) und Mario Scheiber (AUT, 01:13.72 Min.). Bester Deutscher war Florian Eckert auf dem 27. Rang.

Schwierige Pistenverhältnisse
Es wurde schon frühzeitig klar, dass die Läufer mit den niedrigen Startnummern an diesem Tage im Vorteil waren. Durch die starken Schneefälle der letzten Tage war die Piste sehr weich und schon früh von Rippen und Schlägen gekennzeichnet. Dadurch konnten die Favoriten wie Hermann Maier (AUT) oder Daron Rahlves (USA) nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. Stephan Görgl nutzte seine Chance - er ging mit Startnummer 11 in das Rennen - und holte sich seinen ersten Weltcup-Sieg. Auch sein junger Teamkollege Mario Scheiber war überaus zufrieden mit seinem ersten Podiumsplatz der Karriere.

Maier ohne Chance
Durch die Pistenverhältnisse hatten die Läufer mit den Startnummern 20 und höher praktisch keine Chance mehr auf den Sieg. So waren Hermann Maier und Benjamin Raich die einzigen mit den Nummern 20 und höher, die unter die Top 10 fahren konnten. Maier war allerdings mit seinem achten Platz überhaupt nicht zufrieden und verlor zudem während der Fahrt noch einen Stock.

Millers Siegesserie gestoppt
Im vierten Rennen der Saison konnte Bode Miller diesmal nicht gewinnen, war aber mit seinem zweiten Platz natürlich auch gut bedient. Er ist mit nunmehr 380 Punkten klar vorne in der Weltcup-Gesamtwertung und auch in der Super-G-Wertung hat er die Führung inne.

Chance vertan von Eckert
Der DSV-Athlet Florian Eckert hatte mit der Startnummer eins eigentlich eine gute Ausgangsposition, doch vergab er durch einige Fehler im oberen Teil eine bessere Platzierung im Endklassement. Die beiden weiteren DSV-Fahrer Andreas Ertl und Max Rauffer verpassten als 45. bzw. 47. die Weltcup-Punkte.

Drei weitere Rennen in Beaver Creek
In Beaver Creek werden in dieser Woche gleich vier Rennen ausgetragen. Nach dem Super-G folgt am Samstag die Abfahrt, bevor dann am Wochenende die beiden technischen Disziplinen auf dem Programm stehen.